Immobilienpreise Schweiz 2026 — Kanton für Kanton

Von Yanic Müller | Stand: Juni 2026 | Schweizrechner.ch

Immobilienmarkt Schweiz 2026: Überblick

Der Schweizer Immobilienmarkt gehört zu den teuersten und stabilsten der Welt. Trotz steigender Hypothekarzinsen seit 2022 haben sich die Preise auf hohem Niveau stabilisiert. 2026 liegt der durchschnittliche Kaufpreis für eine Eigentumswohnung schweizweit bei ca. CHF 8'200/m², für Einfamilienhäuser bei ca. CHF 7'800/m² — jedoch mit enormen regionalen Unterschieden.

Preisübersicht nach Kanton 2026

KantonKaufpreis/m²Miete/m²/Mt.Preistrend
ZugCHF 14'500CHF 30+4.8%
GenfCHF 14'000CHF 32+4.5%
ZürichCHF 12'500CHF 28+4.2%
Basel-StadtCHF 10'500CHF 25+3.3%
WaadtCHF 10'200CHF 24+3.8%
SchwyzCHF 8'800CHF 21+3.8%
LuzernCHF 9'200CHF 22+3.5%
BernCHF 8'500CHF 20+3.1%
JuraCHF 5'500CHF 14+1.6%
UriCHF 5'500CHF 15+1.8%

Preisentwicklung 2020–2026

Die Schweizer Immobilienpreise haben in den letzten sechs Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich. Während der Coronazeit (2020–2021) stiegen die Preise um 8–12% — getrieben durch die Suche nach mehr Wohnraum und historisch tiefe Hypothekarzinsen von unter 1%. 2022–2023 bremste der rasche Zinsanstieg (SARON von -0.75% auf +1.75%) das Wachstum ab. Seither stabilisieren sich die Preise bei einem moderaten Wachstum von 1.5–4% pro Jahr, je nach Region.

Einflussfaktoren auf den Schweizer Immobilienmarkt

  • Angebot: Strenge Raumplanung begrenzt das Baulandangebot stark — besonders in städtischen Agglomerationen
  • Zuwanderung: Die Schweiz verzeichnet hohe Nettozuwanderung, was die Nachfrage nach Wohnraum treibt
  • Haushaltsverkleinerung: Mehr Einpersonenhaushalte bedeuten mehr Nachfrage pro Einwohner
  • Hypothekarzinsen: Aktuelle Zinsen von ca. 1.8–2.2% für 5-jährige Festhypotheken dämpfen, aber stoppen nicht das Wachstum
  • Homeoffice: Verlagerung der Nachfrage in Agglomerationen und ländliche Gebiete hält an

Ausblick 2026–2030

Die meisten Immobilienanalysten (Wüest Partner, UBS, Raiffeisen) erwarten für 2026–2030 ein moderates Preiswachstum von 1–3% pro Jahr schweizweit. Unter Druck stehen könnten Lagen, die stark vom Homeoffice-Trend profitiert haben. Städte mit starkem Beschäftigungswachstum (Zürich, Zug, Genf) dürften weiterhin überdurchschnittlich zulegen. Ein grosser Preisrückgang erscheint unwahrscheinlich, da das strukturelle Angebotsdefizit bestehen bleibt.

Häufige Fragen

Welcher Kanton ist der teuerste für Immobilien?

Zug und Genf sind die teuersten Kantone in der Schweiz. In Zug kostet der Quadratmeter im Schnitt CHF 14'500, in Genf CHF 14'000 und in Zürich CHF 12'500. Die günstigsten Kantone sind Uri (CHF 5'500/m²) und Jura (CHF 5'500/m²).

Wie haben sich die Immobilienpreise 2020–2026 entwickelt?

Die Immobilienpreise in der Schweiz sind zwischen 2020 und 2026 um durchschnittlich 22–28% gestiegen. Die Coronazeit hat den Wunsch nach Wohneigentum verstärkt, und das Tiefzinsumfeld bis 2022 hat die Nachfrage weiter angeheizt. Seit dem Zinsanstieg 2022–2023 hat sich das Wachstum verlangsamt, die Preise sind aber nicht gefallen.

Werden die Immobilienpreise in der Schweiz 2026 fallen?

Die meisten Immobilienexperten erwarten für 2026 ein moderates Wachstum von 1–3%. Ein Preisrückgang ist unwahrscheinlich, da das Angebot (durch strenge Baulandzonenplanung) begrenzt bleibt und die Nachfrage durch Zuwanderung und Haushaltsverkleinerung hoch ist. Steigende Hypothekarzinsen könnten das Wachstum dämpfen.

Stand: Juni 2026 | Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte konsultieren Sie einen zugelassenen Finanzberater für persönliche Beratung.

🍪 Schweizrechner.ch verwendet Cookies um die Nutzererfahrung zu verbessern. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung.