Tragbarkeit Hypothek berechnen 2026 — Formel & Beispiele

Von Yanic Müller | Stand: Juni 2026 | Schweizrechner.ch

Was ist die Tragbarkeit?

Die Tragbarkeit (auch: Belastbarkeit) ist eine der zentralen Prüfungen der Schweizer Banken bei der Hypothekvergabe. Sie misst, ob ein Haushalt die langfristigen Wohnkosten aus dem laufenden Einkommen finanzieren kann — auch wenn die Zinsen steigen.

Die Tragbarkeitsformel

Jährliche Wohnkosten ÷ Bruttojahreseinkommen ≤ 33%

Die jährlichen Wohnkosten setzen sich zusammen aus:

  • Kalkulatorische Zinsen: Hypothekarsumme × 5% (Stresszinssatz)
  • Amortisation: 2. Hypothek ÷ 15 Jahre = 1% der Gesamthypothek
  • Nebenkosten: 1% des Kaufpreises pro Jahr

Rechenbeispiel

Kaufpreis: CHF 800'000 | Eigenkapital: CHF 160'000 | Hypothek: CHF 640'000

  • Zinsen (5%): CHF 640'000 × 5% = CHF 32'000
  • Amortisation (1%): CHF 8'000
  • Nebenkosten (1% Kaufpreis): CHF 8'000
  • Total: CHF 48'000 pro Jahr
  • Benötigtes Bruttoeinkommen (×3): CHF 145'000

Tipps zur Verbesserung der Tragbarkeit

Mehr Eigenkapital: Je mehr Eigenkapital, desto kleiner die Hypothek und umso besser die Tragbarkeit.

Pensionskassen-Vorbezug: BVG-Vorbezug oder Verpfändung erhöht das anrechenbare Eigenkapital (aber Vorsicht: reduziert Ihre Rentenleistungen).

Zweites Einkommen: Einkommen beider Partner wird zusammengezählt.

Günstigeres Objekt: Ein tieferer Kaufpreis verbessert die Tragbarkeit direkt.

Häufige Fragen

Was bedeutet Tragbarkeit bei der Hypothek?

Tragbarkeit bedeutet, dass die jährlichen Wohnkosten (Zinsen + Amortisation + Nebenkosten) nicht mehr als 33% des Bruttoeinkommens betragen dürfen. Die Banken rechnen dabei mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5%, um Stressszenarien abzudecken.

Wie kann ich die Tragbarkeit verbessern?

Möglichkeiten: Höheres Eigenkapital einbringen, günstigeres Objekt wählen, Einkommen erhöhen (Partner einbeziehen), Pensionskasseneinkauf tätigen, längere Amortisationsdauer wählen.

Was passiert wenn meine Tragbarkeit knapp ist?

Bei knapper Tragbarkeit können Banken ablehnen oder Auflagen machen. Optionen: Zweite Meinung bei einer anderen Bank einholen, Eigenkapital erhöhen, günstigeres Objekt suchen oder auf eine grössere Kapitalleistung aus der Pensionskasse zurückgreifen.

Stand: Juni 2026 | Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte konsultieren Sie einen zugelassenen Finanzberater für persönliche Beratung.

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